| (DLG). Die Brauerei Anton Pöllinger aus Pfeffenhausen ist jetzt in Berlin von Bundesministerin Ilse Aigner mit dem Bundesehrenpreis für Bier ausgezeichnet worden. Die höchste Qualitätsauszeichnung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. 18 Brauereien erhielten den exklusiven Preis, der für besonders gute Gesamtleistungen in der aktuellen DLG-Qualitätsprüfung für Bier verliehen wird.
Die Preisverleihung fand vor rund 250 Gästen aus Politik und Wirtschaft in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin anlässlich des Tages des Bieres statt. Bundesministerin Aigner und der Präsident der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) Carl-Albrecht Bartmer überreichten die Medaille und Urkunde. „Die Qualitätsbrauereien Deutschlands stehen für eine Genusskultur, die weltweit ihresgleichen sucht. Die Vielfalt der heimischen Bierkultur verdanken wir dem fachlichen Können unserer Brauer. Die mit dem Bundesehrenpreis ausgezeichneten Brauereien gehören zu dieser Qualitätselite. Sie dürfen sich zu Recht zu den Qualitätsbotschaftern des deutschen Bieres zählen", lobte Ilse Aigner, denn der hohe Qualitätsstandard und die konsequente Qualitätsorientierung der meist mittelständischen Brauereien seien beeindruckend.
„Der Preisträger hat in der weltweit anspruchvollsten Qualitätsprüfung für Bier sein Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit dem Bundesehrenpreis empfiehlt sich die Brauerei Anton Pöllinger als herausragender Spitzenbetrieb Deutschlands, der in Fragen der Qualität und des Genusses Maßstäbe für die Branche setzt“, lobte der DLG-Präsident die ausgezeichnete Brauerei.
Anton Pöllinger Brauerei (Porträt)
Unweit von Landshut im Hopfenanbaugebiet der Hallertau liegt die Ortschaft Pfeffenhausen. Sie ist Standort des mittelständischen Unternehmens der Anton Pöllinger Brauerei, die sich bis heute in Familienbesitz befindet. Bereits 1474 erhält der Tafernhof als Geburtsstätte der Brauerei das Schank- und Braurecht per Brief durch das Kloster Ebersberg.
Der Tafernhof galt als einer der bedeutendsten von 25 Hofstätten im Markt, über die das Kloster Ebersberg für einige Jahrhunderte das Obereigentum besaß. Schon damals wusste man Umsatz und Genuss miteinander zu verbinden: Die Chronik berichtet, dass Karl Knaberhuber im Jahr 1859 den alten Markttorturm abbrechen ließ, um auf dem Grundstück einen schattigen Biergarten mit Kegelbahn anzulegen.
Nach einer wechselvollen Geschichte mit unterschiedlichen Besitzern wird der Name Anton Pöllinger im Jahr 1891 erwähnt, als er in seiner Brauerei die erste Dampfmaschine des Marktes in Betrieb nimmt. Bis heute ist die Grundlage für die Getränkeerzeugung das Elsbethenquellwasser, das aus einer Tiefe von 165 Metern gefördert wird. Die Brauerei erzeugt ober- und untergärige Biere und alkoholfreie Getränke und beschäftigt 46 Mitarbeiter. Der jährliche Gesamtausstoß liegt bei rund 220.000 Hektolitern.
Kostenoptimierung und betrieblicher Umweltschutz sind keine Gegensätze. So gehören die Verantwortung als Teil der Gesellschaft und die Entwicklung einer umweltverträglichen und langfristig tragfähigen Wirtschaftsweise zur Firmenphilosophie des Hauses.
In der Brauerei Pöllinger beispielsweise wird das ausgekochte Gerstenmalz, das bei der direkten Herstellung von Bier anfällt, von Bauern abgeholt und als hochwertiges Tierfuttermittel weiterverwendet.
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